amerikanischer Kernphysiker deutscher Herkunft; Nobelpreis 1955 für Physik zus. mit Willis E. Lamb für die genaue Bestimmung der magnetischen Bewegung des Elektrons
* 26. Januar 1911 Blankenburg/Harz
† 20. März 1993 Dallas/TX
Herkunft
Polykarp Kusch wurde im deutschen Blankenburg (Harz) als Sohn eines evangelischen Missionars geboren. Ein Jahr nach seiner Geburt wanderte die Familie in die Vereinigten Staaten aus und ließ sich schließlich in Cleveland im Bundesstaat Ohio nieder. 1922 wurde K. amerikanischer Staatsbürger.
Ausbildung
Nach dem Besuch der High School studierte er am Case Institute of Technology (später Case Western Reserve University) in Cleveland, an der er 1931 den Bachelor of Science (B.S.) erhielt, und an der Universität von Illinois Physik, graduierte 1933 zum Master of Science (M.S.) und errang 1936 den philosophischen Doktorgrad (Ph. D.).
Wirken
Von 1931 bis 1936 unterrichtete K. bereits als Assistent an der University of Illinois, war dann 1936/37 in gleicher Eigenschaft an der Universität von Minnesota und lehrte von 1937 bis 1941 als Privatdozent an der Columbia-Universität in New York. Während des Krieges arbeitete er als Ingenieur in der Industrie bei Westinghouse und gehörte in den nächsten zwei Jahren dann wieder dem Forschungsstab der Columbia-Universität an. Von 1944 bis 1946 arbeitete er im technischen Stab der Laboratorien der ...